
Texas / Saarburg: Eine besondere sportliche Erfahrung durfte kürzlich Lisa Konz vom Saarburger Ruderclub 1925 e.V. sammeln: Sie nahm am 21. März bei der traditionsreichen Regatta „Battle of the Brazos“ im US-Bundesstaat Texas teil – und kehrte gleich mit einer Gold- und einer Bronzemedaille zurück.
Die Teilnahme kam durch eine internationale Ruderfreundschaft zustande. Bereits im vergangenen Jahr war die amerikanische Studentin und Ruderin Jordan Mueller für drei Monate zu Gast in Saarburg. Während ihres Studienaufenthalts in Deutschland trainierte sie intensiv beim SRC und knüpfte enge Kontakte im Verein. Daraus entwickelte sich die Einladung an Lisa Konz, in den USA gemeinsam an einer Regatta teilzunehmen.
Die „Battle of the Brazos“ unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von den in Deutschland üblichen Regatten. Statt Vorläufen und Finalrennen wird hier ausschließlich auf Zeit gefahren. Zudem kommt im Masters-Bereich ein altersabhängiges Bonussystem zum Einsatz, bei dem ältere Teilnehmer Zeitgutschriften erhalten.
Lisa Konz ging zunächst im Einer der Klasse „Women’s Masters 1x“ an den Start und belegte mit einer Zeit von 09:51,600 Minuten den dritten Platz und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Das Ergebnis spiegelt jedoch nur bedingt den Rennverlauf wider: Durch das ungewöhnliche Wertungssystem sowie eine unglückliche Rennsituation – sie wurde kurz vor dem Ziel von einer Konkurrentin abgedrängt und musste ihr Boot stark abbremsen – verpasste sie eine noch bessere Platzierung nur knapp.
Auch die äußeren Bedingungen stellten eine zusätzliche Herausforderung dar. Anders als die sonst oft ruhigen Verhältnisse auf dem Brazos River herrschten an diesem Tag starker Wind und Wellengang. Zudem musste Lisa kurzfristig auf ein geliehenes Boot des Waco Rowing Club ausweichen, das eigentlich für deutlich schwerere Ruderer ausgelegt war und sich dadurch schwieriger kontrollieren ließ.


Umso erfolgreicher verlief das zweite Rennen: Im Doppelzweier der Klasse „Women’s Masters 2x“ trat Lisa Konz gemeinsam mit ihrer amerikanischen Partnerin Jordan Mueller an. Das eingespielte Duo dominierte das Rennen von Beginn an und gewann mit großem Vorsprung von fast einer Minute die Goldmedaille.
Die Regattastrecke war offiziell mit 2000 Metern angegeben, erwies sich in der Praxis jedoch als etwas länger – eine zusätzliche Herausforderung für alle Teilnehmer.
Für den Saarburger Ruderclub ist dieser internationale Erfolg ein schönes Beispiel dafür, wie sportliche Begegnungen über Ländergrenzen hinweg zu nachhaltigen Freundschaften und gemeinsamen Erfolgen führen können.
Mit Blick auf die kommenden Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf den Landesentscheid im Kinderrudern und die eigene Regatta des Saarburger Ruderclubs am 30. und 31. Mai 2026. Dort werden zahlreiche Vereine aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland erwartet. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen.
